15. Arnstädter Schlossfest

Wasserspiele, Sinnesfreud’, Gaumenkitzel, Augenweide, Ohrenschmaus

Das alles verspricht das diesjährige Arnstädter Schlossfest am 12. Juni 2010.

Auf der Vorburg des Renaissancewasserschlosses Neideck, dem heutigen Landratsamt, steht das Fest im Zeichen des Wassers. Kinder und Kindgebliebene haben dort allerhand Gelegenheit zur sinnlichen Auseinandersetzung mit dem nassen Element. Beim „Wasserspielmobile“ fließt das Wasser über ein Rinnensystem durch Wehre und Schleusen, über Wasserräder, Wasserwippen und Matschtische. Auch können die kleinen Gäste hier toben, spielen, rätseln, basteln, die Feuerwehr belagern oder Selterswasserkuchen naschen.


Auf Schloss Neideck geht es hochherrschaftlich zu. Graf Günther XLI., genannt „der Streitbare“, und seine Gemahlin Katharina bitten zu Tisch. „Euer Hochwohlgeboren“ hat zahlreiche Gäste aus nah und fern zum Hochzeitsschmaus geladen. Der Erheiterung der Gäste ist natürlich reichlich gedacht. Der Spielmann Ludowig der Lutenslaher unterhält die Gäste mit Geschichten und Anekdoten aufs Vortrefflichste. Die Schallmeister der „Erfurter Camerata“ offerieren das Programm „Tanzen und Springen“ gemeinsam mit der Tanzgilde.

Im Schlossmuseum kann das Volk die Geldbörse auf dem Jahrmarkte erleichtern und mit zahlreichen Kunsthandwerkern feilschen. Den Jüngsten wird allerhand Schalk und Spiel bereitet. Puppenspieler und Pantomime Falk Ulke kommt mit Max und Moritz daher, nicht nur um die Kinder zu erfreuen. Die „Dreifedern-Märchen-Fee“ Regina Kämmerer berichtet von Schätzen und Königreichen, Zaubereien und Legenden. „Viesematente“ und andere Spielleut’ sorgen für Ohrenschmaus und Kurzweil. Hier erlebt man lautes Getön oder zartes Flötenspiel. Wer dem bunten Marktgetümmel entfliehen möchte, schaut sich im Museum um. Schätze der Renaissance und des Barock warten auf ihre Entdeckung. Und wenn die Kinderlein quengeln, die Füßchen sie nicht mehr tragen, so stehen die Shetlandponys Mausi und Carlina Starlight des Arnstädter Tierparkvereins zur Verfügung, um zum nächsten Veranstaltungsort zu gelangen. So kann sich das Volk von 13.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit allerorten laben und an vielfältigem Getön von mittelalterlichen Klängen bis Jazz, Folk, Rock und Pop erfreuen, bis dann ein Feuerwerk am Neideckturm das Fest glanzvoll beendet.

Evamaria Korn (Kulturbetrieb der Stadt Arnstadt)

Dieser Beitrag wurde unter Kultur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.