05. Mai 2011

Neuer Fahrradweg zwischen Langula und Heyerode

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Einer der schönsten Radwege des Unstrut-Hainich-Kreises ist am vergangenen Wochenende (30. April 2011) eingeweiht worden. Zahlreiche Radsportfans nahmen die Route zwischen Langula und Heyerode begeistert in Betrieb.

Das Besondere: Die sechs Kilometer lange Strecke führt auf dem ehemaligen Bahndamm mitten durch den Wald. Auf dem Fahrradsattel geht es ganz idyllisch über zwei ehemalige Bahnbrücken, am Canyon vorbei, in Richtung Heyeröder Bahnhof. Schöner kann Radfahren nicht sein.

Die neue Route zwischen Langula und Heyerode verbindet nicht nur Vogtei und Eichsfeld sondern stellte auch einen weiteren Lückenschluss zum Unstrut-Werra-Radweg dar. „Seit 2008 haben wir, gemeinsam mit dem Regionalmanagement Unstrut-Hainich, nach einer Möglichkeit gesucht, diese Verbindungslinie in Betrieb zu nehmen. Ich freue mich sehr, dass wir nun wieder einen wichtigen Abschnitt unseres bereits gut ausgebauten Radwegenetzes im Unstrut-Hainich-Kreis übergeben konnten.“, so Landrat Harald Zanker, der die Strecke anschließend gleich selbst mit dem Rad abfuhr.

Das Regionalmanagement Unstrut-Hainich unterstützte die Gemeinden Langula und Niederdorla von Anfang an bei der Projektentwicklung, Fördermittelanträgen und bei der Kommunikation mit zu beteiligenden Behörden und Interessenten. Mehrere Varianten mussten geprüft und verschiedene Probleme aus dem Weg geräumt werden, bevor der Radwegebau in Angriff genommen werden konnte. Beispielsweise mussten Eigentümerfragen berücksichtigt, die Überquerung einer Landesstraße geklärt, naturschutzrechtliche Belange geprüft und zahlreiche Interessen gegeneinander abgewogen werden. Eine enorme Anzahl von Terminen und Beratungen waren zur Realisierung der Pläne notwenig.

Zanker bedankte sich in diesem Hinblick für die enge Kooperation zwischen den Gemeinden Niederdorla und Langula, der Verwaltungsgemeinschaft Vogtei, der Laubgenossenschaften, der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte als Träger des „Heyeröder Bahnhofs“, der Thüringer Aufbaubank, dem zuständigen Forstamt, dem Thüringer Straßenbauamt und den verschiedenen Fachdiensten des Landratesamtes.

Das Projekt wurde von der Thüringer Aufbaubank mit insgesamt 630.000 Euro gefördert. Im Spätsommer letzten Jahres konnte dann endlich mit dem Ausbau des Teilstückes begonnen werden. Ab dem Ortsausgang von Langula wurden parallel zur Landesstraße L1016 650 Meter Weg asphaltiert. Die übrigen Wegabschnitte, welche vorwiegend durch den Wald verlaufen, wurden umweltgerecht mit einer sandgeschlämmten Decke versehen. Diese Kompromisse wurden dem Naturschutz zu Liebe, aber auch als Auflage der Eigentümer zur Umsetzung des Radweges eingegangen.

Landrat Zanker abschließend: “Mit dem Radweg zwischen Langula und Heyerode wurden dauerhafte Strukturen schaffen, die langfristig und nachhaltig positiv auf das Freizeitangebot für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie den Tourismus in unserer Region wirken. Als Nahtstelle zwischen dem Nationalpark Hainich und dem Mittelpunkt Deutschlands mit dem Gebietsheiligtum „Opfermoor Vogtei“ hat dieser Radweg eine besondere Bedeutung. Ich bin davon überzeugt, dass die Gemeinden diese Investition nicht bereuen werden und hoffe, dass viele Pedalritter aus Nah und Fern sich an dieser schönen Strecke erfreuen werden.“

Fahrradfans kommen übrigens auch am 15. Mai 2011 auf ihre Kosten. Dann veranstaltet das Regionalmanagement Unstrut-Hainich das sogenannte Sattelfest – eine Sternradfahrt durch den Unstrut-Hainich-Kreis mit Abschlussfest am „Palumpa Land“ am Niederdorlaer Stausee.

Kirstin Freitag
Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis

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