Am Dienstag, 29. November 2011, 19.30 Uhr, lädt das durch Fernsehen und Theater bekannte Schauspieler-Ehepaar Hans-Peter Korff und Christiane Leuchtmann im Empiresaal der Eisenacher Buchhandlung „Die Eule“, Karlstraße 3, zu einer szenischen „Loriot“-Lesung ein, bei der das umfangreiche humoristische Schaffen des am 22. August verstorbenen Vicco von Bülow gewürdigt wird. Mit enormer Ausstrahlungskraft und großartiger mimischer Kunst werden Christiane Leuchtmann und Hans Peter Korff, der im Loriot-Kinofilm „Pappa ante Portas“ mitgewirkt hat, die besten Sketche des Comedy-Altmeisters aufleben lassen.
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„Liebe und Leid – Hommage an Klaus Renft“:
Musikalische Lesung mit dem ostthüringischen Sänger und Gitarristen Andreas Schirneck am Donnerstag, 3. November, 19.30 Uhr, in der Buchhandlung „Die Eule“ in Eisenach
Mit seinem Programm möchte Andreas Schirneck an die im Jahr 2006 gestorbene ostdeutsche Rocklegende Klaus Renft erinnern. Anhand selten gezeigter Fotos und Filmaufnahmen wird ein Bild des Mannes gezeichnet, das neben seiner Bedeutung für die Rockmusik in Deutschland auch private Einblicke in das Leben des grummeligen Chaoten gewährt • Empiresaal der Buchhandlung „Die Eule“.
Eisenach, 25. Oktober 2011. Wer war der Mann, dessen Bassgitarre im Bonner Haus der Geschichte ausgestellt ist – ausgerechnet neben Helmut Kohls Strickjacke? „Was kostet die Welt? Ich möchte zwei!“, war einer von Renfts Lieblingssprüchen und könnte auch als Motto über seinem Leben stehen. In ersten Teil des Programms „Liebe und Leid – Hommage an Klaus Renft“ setzt sich Andreas Schirneck mit dem wechselvollen Leben des Musikers und „Staatsfeinds“ auseinander, seinen Höhen und Tiefen vor und nach der Wende. Der zweite Teil des Abends steht im Zeichen der Live-Musik. Schirneck spielt ausgewählte Stücke aus dem Programm, mit dem beide Musiker über Jahre hinweg als Duo durch die Lande zogen.
In seinem akribisch recherchierten Vortrag über Klaus Renft beleuchtet Andreas Schirneck nicht nur das Privatleben der „Ostrock-Legende“ oder seine legendäre Trinkfestigkeit, sondern nicht zuletzt die gesammelten Werke der Stasi-Schnüffler…war Klaus Renft doch lange Jahre eines ihrer Lieblingsobjekte. Bei seinem Live-Auftritt trägt Andreas Schirneck nicht nur Klassiker von Klaus Renft vor, sondern lässt auch Songs von Renft-Bandmitglied Gerulf Pannach erklingen, der noch bis in die späten 90-er Jahre als Singer und Songwriter aktiv war.
Klaus Renft wurde am 30. Juni 1942 in Jena geboren. Im Alter von 16 Jahren gründete er mit Freunden die „Klaus Renft Combo“, die vier Jahre später in „The Butlers“ umbenannt wurde. Zunächst noch beim Deutschlandtreffen der FDJ mit einer Auszeichnung geehrt, wurden „The Butlers“ 1965 wegen ihres westlichen Stils verboten. Das gleiche Schicksal ereilte 1975 auch die „Klaus Renft Combo“, die 1967 wiederbelebt wurde und sich wegen ihrer kritischen Texte von Beginn an im Visier der Staatssicherheit befand. Nachdem Klaus Renft 1975 durch das DDR-Kulturministerium erneut die sogenannte „Spielerlaubnis“ verlor, was einem Berufsverbot gleichkam, stellte er einen Ausreiseantrag und verließ das Land später durch Heirat mit seiner griechischen Freundin. Fortan in Westberlin lebend, schlugen alle Versuche, erneut an die musikalischen Erfolge aus der DDR anzuknüpfen, jedoch komplett fehl – bis zur Wende schlug er sich als Tonmeister und Inspizient an einem Westberliner Theater durch. Nach seiner Rückkehr in die alte Heimat trat Renft schließlich wieder mit den Mitgliedern seiner früheren Combo auf, um gemeinsam mit ihnen auf Tournee zu gehen und von den treuen Fans frenetisch gefeiert zu werden. Vor fünf Jahren, am 9. Oktober 2006, verstarb Klaus Renft an einer Darmkrebserkrankung. Er ist auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt.
Andreas Schirneck (geboren 1957) sammelte ab 1967 erste Bühnenerfahrungen ab 1967 im Gesangsquartett „Die Schirnecks“ mit seinem Vater und den Geschwistern bei zahllosen Auftritten in Thüringen und Sachsen, bevor er in den 80er Jahren als Amateurmusiker in mehreren Folkbands in Schleiz und Bernburg mitwirkte. In den 90er Jahren, noch vor der Zusammenarbeit mit Klaus Renft, erarbeitete er gemeinsam mit dem Jenaer Musiker Mario Jaensch mehrere Soloprogramme. Darüber hinaus spielte Andreas Schirneck mit dem Stuttgarter Gitarristen Wolfgang Keune, dem Thüringer Musiker Lothar Offak, der „Bozz Rockband“ sowie der schottischen Blueslegende John Kirkbride. Seit 2009 als freiberuflicher Musiker tätig, spielt Andreas Schirneck bis zu 90 Konzerte pro Jahr und hat an diversen renommierten Festivals teilgenommen, darunter „Rock The Garden“ in Pößneck und dem „Neil Young Festival“ auf Schloss Hülchrath in Grevenbroich. Bei den Gedenkveranstaltungen für ostdeutschen Bürgerrechtler Jürgen Fuchs trat Andreas Schirneck mit vertonten Fuchs-Gedichten auf. www.andreas-schirneck.de.
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Erinnerung an eine schillernde Romanfigur des Barock: Am Donnerstag, 10. November 2011, 19.30 Uhr, liest Dr. Hubert Horstmann aus seinem Roman über den Eisenacher Historiker, Arzt, Dichter und Fälscher Christian Franz Paullini im Empiresaal der Buchhandlung „Die Eule“
Der Autor würdigt das später in Verruf geratene Lebenswerk des am 25. Februar 1643 in Eisenach geborenen und 1712 in der Wartburgstadt verstorbenen, heute in Vergessenheit
geratenen Schriftstellers und Universalgelehrten Christian Franz Paullini, aus dessen Feder unter anderem die legendäre „Heilsame Dreck-Apotheke“ stammt.
Eisenach, 25. Oktober 2011. Nicht nur als Schriftsteller in deutscher und lateinischer Sprache hatte sich der multitalentierte Gelehrte, der als Spross einer angesehenen Kaufmannsfamilie zur Welt gekommen war und später zu einer der schillerndsten Figuren seiner Zeit avancieren sollte, einen Namen gemacht, sondern auch als fürstbischöflicher Leibarzt, kaiserlich gekrönter Poet, Übersetzer, Historiograph des Reichsklosters Corvey sowie als Landmedicus. Seinen spannenden Lebensweg beleuchtet der Roman „Christian Franz Paullini – Arzt | Dichter | Historiker | Fälscher“ von Hubert Horstmann, der unlängst im BKP-Verlag erschienen ist und aus dem der Autor in der Buchhandlung „Die Eule“ vortragen wird.
Nachdem er in Danzig, Königsberg, Rostock, Kopenhagen, Kiel, Wittenberg, Lübeck und Leiden Theologie und Medizin studiert hatte, bereiste Christian Franz Paullini Großbritannien, Schweden, Norwegen und Island. Bereits während seiner Studienzeit in Dänemark hatte sich Paullini als Dolmetscher an den geheimnisumwitterten Alchemisten und Goldmacher Francesco Borri verdingt. Später wurde er Leibarzt des Bischofs von Münster und „Leib-Medicus“ am Hof in Wolfenbüttel, bevor er 1685 nach Eisenach zurückkehrte und den Posten des „Herzoglichen Stadtphysicus“ annahm. Im fortgeschrittenen Alter verfasste er die berühmte „Dreck-Apotheke“, die zahllose medizinische Rezepturen für die innere und äußere Anwendung umfasste, sowie eine „Academia Pauperum“, eine Höhere Schule für Mittellose. Darüber hinaus war er Autor zahlreicher früher Werke der Unterhaltungsliteratur. Der Historiker, Philosoph und Ethnograph Christan Franz Paullini galt als einer der letzten Universalgelehrten und verfasste in seinem langen Leben mindestens 50 Bücher. Im 19. Jahrhundert wurde er posthum der Fälschung historischer Dokumente bezichtigt, wodurch sein Name in Verruf geriet.
Hubert Horstmann: Christian Franz Paullini – Arzt | Dichter | Historiker | Fälscher. BKP-Verlag Zweibrücken, 272 Seiten, ISBN 978-3-981 3424-5-1
Jens Eberitzsch und das Team der Buchhandlung „Die Eule“ GmbH




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